Wie du das Land der Hygge nachhaltig entdeckst – mit drei Routen von Kopenhagen bis Skagen. Wie du das Land der Hygge nachhaltig entdeckst – mit drei Routen von Kopenhagen bis Skagen.

Journey to Health | Dänemark – Hygge, Horizont und Hafenwind

Wie du das Land der Hygge nachhaltig entdeckst – mit drei Routen von Kopenhagen bis Skagen.

Knisternde Kerzen in kleinen Cafés. Fahrradketten, die im Wind surren. Wellen, die gegen graue Steilküsten schlagen. Das ist der Sound von Dänemark – leise, aber unverkennbar. Willkommen im Land, das der Welt das Wort „Hygge“ geschenkt hat und das ganz nebenbei zu den fahrradfreundlichsten, nachhaltigsten und entspanntesten Reisezielen Europas zählt.

Für deine Reise nach Dänemark wollen wir dir nicht einfach nur eine Liste mit Hotels und Sehenswürdigkeiten in die Hand drücken. Wir nehmen dich mit auf drei ganz unterschiedliche Routen – von einem verlängerten Wochenende in und um Kopenhagen bis zu einem ausgedehnten Roadtrip quer durchs Land – und zeigen dir, wie du dabei möglichst umweltbewusst unterwegs sein kannst. Denn Hygge und Nachhaltigkeit passen erstaunlich gut zusammen: Beides bedeutet, langsamer zu werden, bewusster hinzuschauen und die kleinen Dinge zu genießen.

Was macht dieses kleine Land eigentlich so besonders? Vielleicht ist es die Gelassenheit, mit der die Däninnen und Dänen durchs Leben gehen. Vielleicht ist es das Licht, das an der Nordseeküste so klar und weich zugleich fällt, dass ganze Maler-Generationen davon nicht genug bekommen konnten. Oder es ist schlicht die Tatsache, dass hier niemand hektisch wird, wenn der Zug mal fünf Minuten Verspätung hat – man nimmt es hin, bestellt sich noch einen Kaffee und schaut aufs Wasser. Dänemark lehrt dich das Innehalten, ganz ohne erhobenen Zeigefinger.

Und genau dieses Innehalten lässt sich hervorragend mit einer bewussten, nachhaltigen Art zu reisen verbinden. Denn wer durch Dänemark schlendert oder radelt, statt zu hetzen, merkt schnell: Entschleunigung und Umweltbewusstsein sind hier zwei Seiten derselben Medaille. Also, schnapp dir eine Tasse Kaffee (oder besser: einen Kanelsnegl, die dänische Zimtschnecke, dazu), mach es dir gemütlich und lass uns eintauchen in ein Land aus Dünen, Fjorden, bunten Hafenstädten und – ja, natürlich – ganz viel Hygge.


Nachhaltig anreisen: Von Österreich und Deutschland nach Dänemark

Die gute Nachricht zuerst: Du musst für deinen Dänemark-Urlaub nicht ins Flugzeug steigen. Zwischen Wien, München oder Frankfurt und Kopenhagen liegen zwar rund 900 bis 1.100 Kilometer, aber die lassen sich bequem mit der Bahn zurücklegen – und das sogar mit einer Portion Abenteuer.

Mit dem Zug von Österreich aus

Von Wien führt die Reise klassischerweise über Berlin oder Hamburg nach Kopenhagen. Die Fahrt von Wien nach Berlin z. B. dauert mit ICE oder Railjet rund acht Stunden, alternativ bringt dich der ÖBB Nightjet über Nacht dorthin. Von Berlin aus geht es weiter nach Kopenhagen, die Fahrzeit auf dieser Teilstrecke liegt bei knapp unter sieben Stunden. Oder du fährst ab 18.36 Uhr von Wien aus mit dem Nachtzug nach Hamburg, kommst dort gegen 08.30 Uhr an und kannst kurz vor 09.00 Uhr weiterfahren nach Kopenhagen. Wer die Reise entspannt aufteilen möchte, macht in Berlin oder Hamburg Zwischenstopp und übernachtet dort – dann fühlt sich die Anreise weniger nach Transit und mehr nach Reise an. Auch von Salzburg, Linz oder Graz aus lassen sich über dieselben Umsteigepunkte gute Verbindungen zusammenstellen, wobei sich für längere Gesamtfahrzeiten ein Sparpreis-Ticket, das rechtzeitig gebucht wird, deutlich lohnt.

Mit dem Zug von Deutschland aus

Noch bequemer haben es Reisende aus München, Frankfurt oder Hamburg. Direktzüge und gut getaktete Anschlüsse über Hamburg bringen dich in wenigen Stunden nach Kopenhagen, ganz ohne Grenzstress – und mit Blick aus dem Fenster auf die norddeutsche Marschlandschaft, die schon einen Vorgeschmack auf die dänische Weite gibt.

Fahrradmitnahme

Sowohl im Nightjet als auch in den meisten Regional- und Fernzügen der Deutschen Bahn und der dänischen DSB kannst du dein Fahrrad reservieren und mitnehmen – ideal, wenn du direkt am Bahnhof in Kopenhagen in den Sattel steigen möchtest. Reserviere den Fahrradstellplatz frühzeitig, die Kapazitäten sind meist begrenzt.

Mit dem E-Auto

Auch die Anreise mit dem eigenen Elektroauto ist inzwischen komfortabel machbar. Die Ladeinfrastruktur entlang der Autobahnen A7/E45 durch Deutschland und weiter über die dänische Grenze ist gut ausgebaut. Schnellladesäulen findest du in regelmäßigen Abständen an Raststätten. Plane für die reine Fahrtstrecke von München nach Kopenhagen zwei bis drei Ladestopps ein und nutze sie gleich für eine Pause mit Blick auf die norddeutsche oder südjütländische Landschaft.

Barrierefreies Reisen

Wer auf Barrierefreiheit angewiesen ist, profitiert von den Nightjet-Zügen der neuesten Generation, die einen niveaugleichen Einstieg für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen bieten. Dänische Bahnhöfe und Fernzüge sind größtenteils gut zugänglich. Informiere dich aber am besten vorab bei der DSB oder ÖBB über assistierten Ein- und Ausstieg, damit am Umsteigebahnhof jemand mit Rampe oder Hublift bereitsteht.

Kombireisen für Genießerinnen und Genießer

Wer die Anreise selbst zum Erlebnis machen möchte, kombiniert Bahn und Fähre: Von Rostock oder Puttgarden aus geht es per Fähre über die Ostsee, bevor du in Dänemark auf die Bahn umsteigst. So wird aus der reinen Anreise ein kleiner Kurzurlaub mit Meerblick, noch bevor der eigentliche Dänemark-Aufenthalt überhaupt beginnt.


Umweltfreundlich unterwegs in Dänemark

Ist die Anreise geschafft, wird es easy: Dänemark ist – wenig überraschend für das Land, das das Fahrrad quasi zur Nationalkultur erhoben hat – ein Traum für alle, die ohne eigenes Auto reisen möchten.

Zug und Bus

Das dänische Bahnnetz der DSB verbindet die großen Städte zuverlässig und pünktlich. Von Kopenhagen nach Odense oder Aarhus bist du in ein bis zwei Stunden unterwegs. Für abgelegenere Küstenorte in Nord- und Westjütland springen regionale Buslinien ein, die gut mit den Zügen getaktet sind.

Fahrrad und E-Bike

In jeder größeren Stadt kannst du dir problemlos ein Fahrrad oder E-Bike leihen – viele Hotels bieten sogar kostenlose Leihräder für ihre Gäste an. Kopenhagen selbst lässt sich fast ausschließlich mit dem Rad erkunden, die Radwege sind breit, gut beschildert und überall vorhanden.

E-Auto und Ladeinfrastruktur

Für die Roadtrip-Routen in diesem Artikel lohnt sich ein E-Auto oder Plug-in-Hybrid – ob dein eigenes oder ein Mietauto –, da Dänemark ein dichtes Netz an Ladestationen besitzt, auch entlang der Nordseeküste und in kleineren Orten. Viele Ferienhäuser und Hotels außerhalb der Städte bieten mittlerweile eigene Ladepunkte an.

Fähren

Da Dänemark aus über 400 Inseln besteht, führt an der einen oder anderen Fährfahrt kein Weg vorbei – etwa zwischen Jütland und Fünen oder zu vorgelagerten Inseln wie Læsø. Viele dänische Fähren fahren bereits elektrisch oder hybrid, ein cleaner Weg, um von einer Insel zur nächsten zu gelangen.

Autofrei durch die Städte

In Kopenhagen, Aarhus, Odense und Aalborg brauchst du für die Innenstadt so gut wie nie ein Auto. Alle vier Städte investieren spürbar in Fußgänger- und Radwegzonen, sodass sich Sehenswürdigkeiten, Cafés und Hotels meist bequem zu Fuß oder mit dem Rad verbinden lassen. Wer dennoch flexibel bleiben möchte, findet in den größeren Städten mittlerweile auch Carsharing-Angebote mit E-Fahrzeugen.


Die beste Reisezeit für dein Dänemark-Abenteuer

Grundsätzlich lässt sich Dänemark ganzjährig bereisen, doch für die hier vorgestellten Routen empfiehlt sich vor allem die Zeit zwischen Mai und September. In diesen Monaten ist mit den meisten Sonnenstunden zu rechnen, die Tage sind lang – im Juni geht die Sonne erst gegen 22.00 Uhr unter –, und sowohl die Nordseeküste als auch die vielen Fjorde zeigen sich von ihrer schönsten Seite. Wer Menschenmassen an den beliebtesten Orten wie Skagen oder Rubjerg Knude meiden möchte, reist idealerweise in den Randmonaten Mai oder September: Dann ist es an den Stränden deutlich ruhiger, während das Wetter meist noch angenehm mild ist. Der Frühherbst wiederum schenkt dir goldenes Licht und die ersten bunten Laubfärbungen in den Wäldern rund um Rold und Thy – eine wunderbare Zeit für ausgedehnte Radtouren ohne sommerliche Hitze.


Dänemark für Aktivurlauber: viel mehr als flaches Land

Der Ruf eilt Dänemark voraus: flach, windig, fahrradfreundlich. Und ja, das stimmt alles – aber es ist eben nur die halbe Wahrheit. Wer aktiv unterwegs sein möchte, findet hier eine erstaunliche Bandbreite an Möglichkeiten, die von gemütlichen Nachmittagsradtouren bis zu ambitionierten Mehrtagestrips reicht. Das Beste daran: Fast jede Aktivität lässt sich problemlos mit dem öffentlichen Nahverkehr oder dem eigenen Fahrrad verbinden, ganz ohne Mietwagen.

Radfahren ist die dänische Disziplin schlechthin. Nur 4 von 10 Dänen besitzen ein Auto, aber 9 von 10 Dänen besitzen ein Fahrrad und über die Hälfte der Kinder zwischen 11 und 15 Jahren fährt mit dem Fahrrad zur Schule. Ein Netz aus nationalen Radrouten, darunter die legendäre Ostseeküstenroute und die Nordseeküstenroute, durchzieht das ganze Land. Egal ob gemütliche Tagestour entlang eines Fjords oder mehrtägige Etappenreise – die Beschilderung ist hervorragend, die Steigungen sind moderat, und an fast jeder Ecke wartet ein charmantes Café auf eine verdiente Pause.

Erfahre mehr über das etwas andere Wellness-Programm der Däninnen und Dänen – Danish Wheelness™:

Wandern wird in Dänemark gerne unterschätzt. Zugegeben, alpine Gipfel wirst du nicht finden, dafür aber wilde Dünenlandschaften, endlose Sandstrände und Heidegebiete, die zu stundenlangen Spaziergängen einladen. Besonders der Nationalpark Thy im Nordwesten Jütlands gilt als Wanderparadies mit einer Mischung aus Wald, Dünen und Küste.

Surfen ist in Dänemark Volkssport. Der Strand von Klitmøller ist bei Surferinnen und Surfern so beliebt, dass ihm das den Spitznamen „Cold Hawaii“ eingebracht hat. Die Nordseeküste rund um Klitmøller zählt zu den besten Surfspots Europas und zieht jedes Jahr internationale Wettbewerbe an.

Golfen ist ebenfalls in Dänemark zu Hause: Über 180 Golfplätze verteilen sich über das Land, viele davon direkt an der Küste mit Blick aufs Meer – ein Erlebnis, das Golferinnen und Golfer aus ganz Europa anzieht.

Weitere Möglichkeiten für Bewegungsfreudige: Kajak- und Kanutouren auf einem der zahlreichen Fjorde, Reiten entlang endloser Strände, geführte Kitesurf-Kurse für Einsteigerinnen und Einsteiger sowie ausgedehnte Mountainbike-Trails in den Wäldern Mitteljütlands runden das Angebot ab. Wer sich an keine feste Route binden möchte, orientiert sich an der legendären Margeritenroute – einer über 3.600 Kilometer langen, mit einer Gänseblümchen-Blume markierten Ferienstraße, die 1991 von Königin Margrethe II. ins Leben gerufen wurde und einmal quer durchs ganze Land führt.

Damit du dieses vielfältige Angebot nicht nur in der Theorie kennenlernst, haben wir drei konkrete Routen für dich zusammengestellt – je nachdem, wie viel Zeit du mitbringst und wie tief du ins Hygge-Feeling eintauchen möchtest.


Route 1: Kopenhagen und Umgebung (4–6 Tage)

Diese Route eignet sich perfekt für alle, die einen ersten Eindruck von Dänemark gewinnen möchten, ohne ständig die Koffer zu packen. Du beziehst ein Hotel in Kopenhagen und unternimmst von dort aus Tagesausflüge in die Umgebung – am Abend geht es immer wieder zurück in dein gemütliches Zimmer. Der große Vorteil: Du kannst dein Gepäck getrost auspacken, dich in einem Hotel wirklich einrichten und musst trotzdem auf keinen der Tagesausflüge verzichten, die Kopenhagens Umland zu bieten hat. (Weiterlesen …)


Kopenhagen selbst

Erkunde die Stadt am besten zu Fuß und mit dem Fahrrad. Bunte Häuserfronten am Nyhavn, das Schloss Amalienborg, die Tivoli-Gärten und die kopfsteingepflasterte Altstadt rund um die Strøget gehören zum Pflichtprogramm. Wer tiefer eintauchen will, besucht das Designmuseum Danmark oder schlendert durch das alternative Viertel Christiania mit seinen selbstgebauten Häusern und der ganz eigenen Atmosphäre. Am Nachmittag lohnt sich eine kleine Fahrradtour entlang der Seen (Søerne) im Herzen der Stadt oder ein Bad im Hafenbecken bei Islands Brygge, sofern die Temperaturen mitspielen.

Nordseeland

Ein Tagesausflug in den Norden Kopenhagens führt dich zum Schloss Frederiksborg in Hillerød mit seinen prunkvollen Gärten sowie zum Louisiana Museum of Modern Art in Humlebæk, einem der schönsten Museen Skandinaviens – die Kombination aus Kunst und Meerblick ist einzigartig. Mit der S-Bahn bist du komplett ohne Auto unterwegs.

Roskilde

Nur eine halbe Stunde entfernt liegt Roskilde mit seinem imposanten, gotischen Dom, in dem dänische Könige und Königinnen begraben liegen, sowie dem berühmten Wikingerschiffsmuseum direkt am Fjord.

Zeit für Wellness, Wasser und Genuss

Nutze die letzten Tage für einen entspannten Ausklang – sei es bei einer Fahrradtour entlang der Küste, einer Bootsfahrt durch die Kanäle oder einfach beim Verweilen in einem der vielen Parks der Stadt. Wer noch nicht genug vom Meer hat, fährt mit dem Rad die knapp 20 Kilometer nach Süden zum Strand Amager Strandpark mit dem Kastrup Seebad, ein bei Einheimischen beliebter Rückzugsort direkt am Öresund mit Blick auf die Windräder und die Öresundbrücke in der Ferne.

Drei Hotels in Kopenhagen für jeden Geschmack:

Wellness pur: Das historische Kurhotel Skodsborg liegt direkt am Öresund, rund 30 Minuten nördlich der Innenstadt, und verbindet nordisches Spa-Ambiente mit Meerblick-Suiten – ideal, wenn du Ruhe und Wasseranwendungen suchst.

Nachhaltig und zentral: Das Hotel SP34 by Brøchner Hotels setzt auf skandinavisches Design, allergikerfreundliche Zimmer und liegt nur wenige Gehminuten von Strøget und Tivoli entfernt.

Boutique-Charme: Das Hotel Sanders, ein kleines exquisites Boutique-Hotel unweit des Königlichen Theaters, besticht mit nostalgischem Kino-Flair, samtigen Sesseln und einer sehr persönlichen Atmosphäre.

Kulinarik-Tipps für jeden Geschmack:

Für ein außergewöhnliches Farm-to-Table-Erlebnis reservierst du einen Tisch bei Gro Spiseri, einem Restaurant mitten auf der Dachfarm ØsterGro im Stadtteil Østerbro, wo saisonale Bio-Menüs serviert werden, die eng mit lokalen Bäuerinnen und Bauern sowie Fischerinnen und Fischern abgestimmt sind. Wer es italienisch-nachhaltig mag, ist im Bæst in Nørrebro richtig, das mit hauseigener Käserei und Bäckerei arbeitet. Und für ein bewusstes, aber unkompliziertes Mittagessen lohnt sich ein Abstecher zum Streetfood-Markt Reffen im ehemaligen Industriegebiet Refshaleøen, dessen Stände auf Nachhaltigkeit und Müllvermeidung ausgerichtet sind.


Route 2: Hoch im Norden (7–10 Tage)

Diese Route ist wie gemacht für alle, die den Wind in den Haaren und Sand zwischen den Zehen lieben. Sie beginnt in Aarhus, führt dich zum nördlichsten Punkt Dänemarks nach Skagen und dann die Nordseeküste entlang – ein Paradies für Wassersportlerinnen und Wassersportler sowie Strandliebhaberinnen und Strandliebhaber. Nimm dir für diese Route wirklich die vollen sieben bis zehn Tage Zeit, denn die Entfernungen zwischen den einzelnen Stationen sind größer, als es auf der Landkarte wirkt, und die Landschaft lädt an fast jedem Kilometer zum Anhalten ein. (Weiterlesen …)


Von Aarhus nach Skagen

Starte mit ein bis zwei Tagen in Aarhus (mehr dazu im Städteguide weiter unten), bevor es Richtung Norden geht. In Skagen, dem nördlichsten Ort Dänemarks, erwarten dich gelbe Fischerhäuser, die Malerkolonie-Geschichte der „Skagen-Maler“ und ein ganz besonderes Naturphänomen: In Grenen, der Spitze der Region, treffen Skagerrak und Kattegat sichtbar aufeinander – du kannst buchstäblich mit einem Fuß im einen und einem Fuß im anderen Meer stehen. Nicht verpassen solltest du außerdem die versandete Kirche Sankt Laurentii sowie einen Spaziergang über die gewaltige Wanderdüne Råbjerg Mile. Wer den hohen Norden noch um ein Inselabenteuer erweitern will, setzt mit der Fähre auf die sonnenverwöhnte Insel Læsø über, die für ihre langen Sandstrände und die charakteristischen Tanghäuser mit Seetang-Dächern bekannt ist.

Weiter entlang der Küste

Von Skagen aus führt die Route südwärts an der Nordseeküste entlang. Ein Meilenstein ist der Rubjerg Knude Fyr, ein Leuchtturm mit bewegter Geschichte: Weil die Wanderdüne den Turm im Jahr 2012 komplett passiert hatte und er nur noch wenige Meter von der Steilküste entfernt stand, wurde er 2019 mit Kränen und überdimensionalen Rollschuhen mehrere Meter ins Landesinnere versetzt – heute ist er wieder gefahrlos zu besichtigen und einer der meistfotografierten Orte Dänemarks. Weiter geht es zum Vogelfelsen Bulbjerg, in das Surfmekka Cold Hawaii rund um Klitmøller, wo du selbst einen Surfkurs buchen oder einfach den Profis beim Wellenreiten zusehen kannst, sowie zum romantischen Bovbjerg Fyr auf der Steilküste. Wer noch Zeit übrig hat, verlängert diesen Routenabschnitt um einen Abstecher in den Nationalpark Thy, Dänemarks erstes Nationalparkgebiet mit einer eindrucksvollen Mischung aus Heide, Wald und Wanderdünen.

Fjorde und Ferienorte

Über Hvide Sande, wo sich die Nordsee und der Ringkøbing Fjord fast berühren, geht die Reise weiter über Houstrup, Henne Strand und Vejers Strand bis nach Blåvand mit seinem markanten Leuchtturm und den endlosen Sandstränden – hier lässt sich hervorragend eine Pause bei einer Fahrradtour über die Dünen einlegen. 

Unterkünfte unterwegs

Da diese Route naturgemäß viele Ortswechsel mit sich bringt, empfehlen sich kleine, individuelle Hotels und Ferienhäuser in Strandnähe statt großer Kettenhotels – frag in den Tourismusbüros vor Ort nach aktuellen Empfehlungen, das Angebot wechselt saisonal. Besonders reizvoll sind Ferienhäuser mit Meerblick, die mit ihrem skandinavisch reduzierten Design oder klassischen Reetdächern ein perfektes Fotomotiv darstellen. Beispielsweise dieses vollausgestattete, haustierfreundliche Haus in Skagen mit Grill und Terrasse, dieses charmante Ferienhaus am Lild Strand bei Frøstrup oder das Hotel Nymindegab Kro in der Nähe von Houstrup.

Für die Fortbewegung eignet sich ein E-Auto besonders gut, da die Ladeinfrastruktur entlang der Küste in den letzten Jahren stark ausgebaut wurde; alternativ verbinden Regionalbusse die wichtigsten Küstenorte, allerdings mit größeren Zeitabständen, weshalb sich für diese Route ein Mietwagen oder das eigene Fahrzeug anbietet.


Route 3: Roadtrip durch Dänemark (17–21 Tage)

Für alle, die so richtig ins Hygge-Feeling eintauchen und Dänemark von der Ostsee bis zur Nordsee erleben möchten, ist dieser große Roadtrip genau das Richtige. Die grobe Marschrichtung: Kopenhagen – Marielyst – Odense – Aarhus – Aalborg – Rubjerg Knude Fyr – Tranum. (Weiterlesen …)


Kopenhagen als Startpunkt (3–4 Tage)

Nutze die ersten Tage, um die Hauptstadt ausgiebig zu erkunden – Details dazu findest du im Städteguide. Da diese Reise deutlich länger dauert als die beiden anderen Routen, empfiehlt es sich, hier gleich zu Beginn ein Rad zu leihen und dich im gemächlichen Kopenhagener Tempo einzugewöhnen, bevor der Rest der Reise beginnt.

Marielyst (2 Tage)

Auf der Insel Falster wartet mit Marielyst einer der beliebtesten Ferienorte Dänemarks auf dich, bekannt für seinen kilometerlangen, feinen Sandstrand. Ideal für ein paar entspannte Tage zum Durchatmen, Radfahren und Strandspaziergänge, bevor die Reise weitergeht. Von hier aus lohnt sich außerdem ein Tagesausflug zu den weißen Kreidefelsen von Møns Klint, einem der spektakulärsten Küstenabschnitte Dänemarks, den du über eine lange Holztreppe bis hinunter ans Wasser erkunden kannst.

Odense (2 Tage)

Die Geburtsstadt von Hans Christian Andersen liegt reizvoll auf halbem Weg zwischen Kopenhagen und Jütland – mehr dazu im Städteguide.

Aarhus (2–3 Tage)

Dänemarks zweitgrößte Stadt mit ihrer lebendigen Food-Szene und beeindruckenden Museen – ebenfalls ausführlich im Städteguide beschrieben.

Aalborg (2 Tage)

Am Limfjord gelegen, verbindet Aalborg Wikingergeschichte mit spektakulärer moderner Architektur. Nimm dir Zeit für einen Spaziergang über die neu gestaltete, gut einen Kilometer lange Hafenpromenade und für einen Ausflug zum nahegelegenen Wikinger-Gräberfeld Lindholm Høje.

Rubjerg Knude Fyr und Umgebung (2 Tage)

Zeit für die dramatische Dünenlandschaft Nordjütlands – kombiniere den Besuch mit einem Abstecher nach Skagen (siehe Route 2) oder nach Løkken mit seinen bunten Fischerhäusern. Auch ein Stopp am Freizeitpark Fårup Sommerland zwischen Blokhus und Løkken lohnt sich, wenn du mit Kindern unterwegs bist.

Tranum und die Nordseeküste (2–3 Tage)

Zum Ausklang lohnt sich Zeit in den ruhigeren Küstenorten der Region, etwa in Tranum mit seinen weitläufigen Dünen und Wäldern direkt hinter dem Strand – perfekt für lange Spaziergänge oder eine letzte Radtour, bevor die Heimreise ansteht. Wer noch Energie übrig hat, radelt von hier aus ein Stück des Weges auf der Nordseeküstenroute, die durch Wälder mit knorrigen, windgeformten Bäumen führt. Du kannst natürlich auch ab Skagen die Route 3 mit der Küsten-Route 2 kombinieren.

Reisetipps für die große Tour

Wechsle bewusst zwischen Stadthotels mit Design-Anspruch und einfachen, aber charmanten Ferienhäusern an der Küste, um die ganze Bandbreite dänischer Gastfreundschaft zu erleben. Für die langen Etappen zwischen den Regionen bietet sich ein E-Auto an; wer lieber mit Bus und Bahn reist, kombiniert am besten Zugfahrten zwischen den großen Städten mit lokalen Radverleihen für die Erkundung vor Ort. Plane zwischen den Stationen genügend Pufferzeit ein – die schönsten Momente dieser Reise entstehen oft spontan an einer Bucht, die eigentlich nur als Fotostopp gedacht war.


Städteguide | Kopenhagen

Dänemarks Hauptstadt vereint königlichen Glanz, mutige moderne Architektur und eine der spannendsten Food-Szenen Europas – und das alles auf angenehm überschaubarer Fläche, die sich wunderbar mit dem Fahrrad erschließen lässt. Kein Wunder, dass Kopenhagen regelmäßig zu den lebenswertesten Städten der Welt gezählt wird: Hier treffen jahrhundertealte Kopfsteinpflastergassen auf schwimmende Saunen im Hafenbecken, und niemand blickt schräg, wenn du in Businesskleidung mit dem Lastenrad zur Arbeit radelst.

Hotels 

Das Hotel d’Angleterre ist das historische Grandhotel der Stadt direkt am Kongens Nytorv, mit Kronleuchtern, Marmorbädern und einem Michelin-besternten Restaurant im Haus. 

Das Hotel Skt. Annæ ist ein Boutique-Hotel unweit von Nyhavn, das sich über mehrere historische Gebäude aus dem 17. Jahrhundert erstreckt und einen eigenen Fahrradverleih anbietet. 

Die Villa Copenhagen ist ein modernes Designhotel im ehemaligen Hauptpostgebäude nahe dem Tivoli, das mit einem Rooftop-Pool und viel Liebe zum architektonischen Detail überzeugt.

Restaurants

Bei Gro Spiseri speist du inmitten einer echten Dachfarm im Stadtteil Østerbro, wo das Gemüse für dein Menü buchstäblich über deinem Kopf wächst. 

Bæst in Nørrebro verbindet italienische Küche mit konsequenter Nachhaltigkeit, samt hauseigener Käserei und Bäckerei. 

Bei La Banchina auf Refshaleøen isst du in einem winzigen, ehemaligen Bootshaus direkt am Wasser – nur 16 Plätze, dazu Naturwein, biologisch-lokale Küche nach dem Farm-to-Table-Prinzip und die Möglichkeit, vor oder nach dem Essen direkt im Hafenbecken zu schwimmen oder in der holzbefeuerten Sauna aufzuwärmen. 

Cafés

Coffee Collective, das dänische Kult-Röstunternehmen mit mehreren Filialen in der Stadt, gilt als Pflichtstopp für alle Kaffeeliebhaberinnen und -liebhaber. Das Amator im Stadtteil Østerbro konzentriert sich ganz bewusst auf eine kleine Auswahl und hat sich vor allem auf das französische Omelett spezialisiert. Die Democratic Coffee Bar punktet mit direktem Blick auf die Königliche Bibliothek, den „Schwarzen Diamanten“.

Sehenswürdigkeiten

Nyhavn mit seinen bunten Giebelhäusern, das Schloss Amalienborg als Residenz der dänischen Königsfamilie, die traditionsreichen Tivoli-Gärten, die Statue der Kleinen Meerjungfrau, der Aussichtsturm Rundetårn sowie das Designmuseum Danmark, das die skandinavische Formsprache eindrucksvoll dokumentiert.

Gutes tun mit CopenPay 

Kopenhagen belohnt dich fürs Dranbleiben: Mit der Initiative CopenPay (copenpay.com) verwandelt die Stadt nachhaltiges Verhalten in ganz reale Vorteile. Wer mit dem Zug anreist, sich aufs Fahrrad statt ins Auto schwingt, Müll am Hafen einsammelt oder seinen Aufenthalt auf vier Tage oder mehr verlängert, sichert sich bei teilnehmenden Museen, Attraktionen und Cafés Prämien wie kostenlosen Eintritt, eine gratis Tasse Kaffee, eine geführte Tour oder einen vergünstigten Fahrradverleih. Und so einfach geht’s: In der CopenPay-App eine Aktivität auswählen, bei der Partnerin oder dem Partner vor Ort starten, die gute Tat abschließen und den Bildschirm zur Belohnung vorzeigen. Ein cleveres Beispiel dafür, wie sich Hygge und bewusstes Reisen in Kopenhagen ganz praktisch verbinden lassen.

copenpay.com


Städtetrip: Aarhus

Die zweitgrößte Stadt Dänemarks hat sich vom einstigen Industriehafen zur kreativen Kulturmetropole gewandelt – junge Energie durch rund 45.000 Studierende trifft hier auf Weltklasse-Gastronomie. Aarhus ist kompakt genug, um in ein bis zwei Tagen zu Fuß erkundet zu werden, und bietet gleichzeitig genug kulinarische und kulturelle Tiefe, um dich gerne länger bleiben zu lassen.

Hotels

Das Comwell Aarhus ist ein Design-Hotel mit großzügigen Zimmern, Hafenblick und einem besonders reichhaltigen Frühstücksbuffet. Das Hotel Oasia überzeugt mit skandinavischem Design und zentraler Lage. Das Wakeup Aarhus ist modern, unkompliziert und liegt praktisch für alle, die viel zu Fuß unterwegs sein möchten. Übrigens: Es gibt auch ein Wakeup Hotel in Kopenhagen, für alle, die eine günstige, aber dennoch gemütliche Wohnmöglichkeit suchen.

Restaurants

Das Restaurant Frederikshøj residiert in einem ehemaligen Königspalast mit Blick über die Bucht und wurde inzwischen mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichnet – ein Ort für den besonderen Anlass. Entspannter geht es im Street Food Aarhus in der alten Busgarage am Hafen zu, wo Streetfood aus aller Welt aufeinander trifft. 

Das nachhaltig ausgerichtete Restaurant Gastromé setzt konsequent auf regionale und saisonale Zutaten.

Cafés

In einem der Cafés von La Cabra solltest du unbedingt den Hefeknoten mit Kardamom probieren. Dazu gibt es preisgekrönten Kaffee aus eigener Rösterei. 

Das Salling Rooftop bietet einen kostenlosen 360-Grad-Panoramablick über die Dächer von Aarhus bis zum Hafen – perfekt für ein Glas Wein bei Sonnenuntergang. Social Foodies betreibt eine eigene, faire Schokoladenproduktion in Südafrika und verwendet ausschließlich biologische Rohstoffe.

Sehenswürdigkeiten

Das ARoS Kunstmuseum mit seinem begehbaren Regenbogen-Panorama „Your Rainbow Panorama“ auf dem Dach, das lebendige Freilichtmuseum Den Gamle By, das mittelalterliche Latinerkvarteret mit seinen engen Kopfsteinpflastergassen sowie der Strand Bellevue Beach, an dem sogar Hunde willkommen sind.


Städteguide: Odense

Wer an Odense denkt, denkt an Hans Christian Andersen – zu Recht, denn kaum eine Stadt lebt das literarische Erbe eines einzigen Menschen so intensiv. Doch die drittgrößte Stadt Dänemarks hat weit mehr zu bieten als Märchenfiguren aus Bronze: kopfsteingepflasterte Gassen mit bunten Fachwerkhäusern, über 120 Parks und eine Universitätsszene, die für ein junges, lebendiges Café- und Restaurantleben sorgt. Odense liegt zudem geografisch fast genau zwischen Kopenhagen und Jütland und eignet sich damit perfekt als Zwischenstopp auf dem Weg von Ost nach West. 

Hotels

Das Hotel Odeon liegt zentral im Hans-Christian-Andersen-Viertel, nur wenige Gehminuten vom gleichnamigen Museum entfernt. 

Das Comwell H. C. Andersen Odense punktet mit seiner Nähe zum Bahnhof und zum neuen Museum. Das First Hotel Grand ist ein klassisches, komfortables Stadthotel mitten im Zentrum.

Restaurants

Aro setzt auf moderne dänische Küche mit klarem Fokus auf regionale Produkte. 

H.O.S. serviert Gourmetküche mit natürlichen Zutaten in stilvollem Ambiente für einen besonderen Abend. Sortebro Kro ist ein Landgasthof mit königlicher Lizenz, der von seinem ursprünglichen Standort in das Museumsdorf Den Fynske Landsby übersiedelt wurde. 

Cafés

Das Café Deilig liegt direkt neben dem Hans-Christian-Andersen-Haus und serviert Smørrebrød, das von Andersens Märchen inspiriert ist – etwa die „Tales of the Sea“ mit Schollenfilet. Den Smagløse Cafe besticht durch sein besonders liebevolles Interieur. Rund um die Fußgängerzone Vestergade reihen sich außerdem zahlreiche kleine, gemütliche Kaffeehäuser aneinander.

Sehenswürdigkeiten

Das 2021 eröffnete Hans-Christian-Andersen-Haus mit seiner preisgekrönten Architektur, sein bescheidenes gelbes Fachwerk-Geburtshaus in der Altstadt, das Kunstmuseum Brandts in einer ehemaligen Textilfabrik sowie das Freilichtmuseum Den Fynske Landsby mit historischen Gebäuden aus ganz Fünen.


Aalborg

Am Limfjord gelegen, hat sich die viertgrößte Stadt Dänemarks vom Industriestandort zur Kulturmetropole gewandelt – mit einer Prise Wikingergeschichte und einer großen Portion mutiger Architektur. Über 1.000 Jahre Stadtgeschichte treffen hier auf eine der jüngsten Bevölkerungen Dänemarks, dank rund 20.000 Studierenden, die der Stadt ihr unkompliziertes, lebendiges Lebensgefühl verleihen.

Hotels

Das Pier 5 Hotel ist ein schickes Design-Hotel direkt am Hafen mit nautischem Interieur und eigener Cocktailbar. 

Das Kompas Hotel liegt zentral, direkt neben dem Kulturhaus Nordkraft und dem Musikkens Hus. Das Helnan Phønix Hotel residiert in einem historischen Gebäude aus dem 18. Jahrhundert an der Algade und versprüht klassische Eleganz.

Restaurants

Das Restaurant Textur serviert saisonale, innovative Menüs mit Fokus auf lokale Lebensmittel und so wenig Food Waste wie möglich.

Das nachhaltig ausgezeichnete Restaurant Alimentum setzt auf eigenen Bio-Anbau nahe der Stadt und eine konsequente Nose-to-tail-Philosophie. 

The Lighthouse, eine Markthalle in einer ehemaligen Möbelfabrik, bietet Streetfood aus 16 verschiedenen Landesküchen unter einem Dach.

Cafés

Das Café Frederiksberg, Aalborgs ältestes Kaffeehaus, erinnert an einen englischen Pub und veranstaltet regelmäßig Live-Musik. Das Penny Lane Café am Boulevarden versprüht britisches Flair mit hausgebackenem Gebäck und großer Teeauswahl. 

Im Café im Utzon Center sitzt du direkt am Wasser und lässt die Zeit an dir vorbeiziehen.

Sehenswürdigkeiten 

Das Utzon Center, das letzte Werk des Sydney-Opera-House-Architekten Jørn Utzon, das bedeutende Wikinger-Gräberfeld Lindholm Høje mit fast 700 Gräbern, das lichtdurchflutete Kunstmuseum Kunsten von Alvar Aalto sowie die historische Gassenidylle rund um die farbenfrohen Häuser der Hjelmerstald.


Alltägliche Nachhaltigkeit: kleine Gesten mit großer Wirkung

Nachhaltig reisen bedeutet nicht, auf Komfort zu verzichten – oft sind es die kleinen Entscheidungen, die den Unterschied machen. Wer sein eigenes Trinkwasserfläschchen mitbringt, findet in fast jeder dänischen Stadt kostenlose Wasserstationen zum Auffüllen. Auch die App Too Good To Go, in Dänemark entwickelt, lohnt sich: Über sie lassen sich übrig gebliebene Mahlzeiten von Cafés, Bäckereien und Restaurants zum reduzierten Preis retten, statt sie im Müll landen zu lassen – ein einfacher, aber wirkungsvoller Beitrag gegen Lebensmittelverschwendung, den du gleich in mehreren Städten dieses Artikels ausprobieren kannst.

Auch beim Einkaufen lohnt sich ein Blick auf das staatliche dänische Bio-Siegel „Ø“, das auf Speisekarten, in Supermärkten und sogar an Marktständen zu finden ist und kontrolliert biologische Erzeugung garantiert. Wer öfter das Fahrrad statt des Autos wählt, spart dazu nicht nur CO₂, sondern erlebt Dänemark auch einfach so, wie es am schönsten ist: langsam, mit dem Wind im Gesicht und immer mit der Option, spontan an einem hübschen Café anzuhalten.


Zeit für Hygge

Ob kompakter Städtetrip, ausgedehnte Küstenroute im hohen Norden oder ein großer Roadtrip quer durchs ganze Land – Dänemark belohnt dich mit einer Reise, bei der du nicht ständig von A nach B hetzen musst, um glücklich zu sein. Und das Beste daran: Du musst dafür nicht einmal auf einen umweltbewussten Fußabdruck verzichten – im Gegenteil, in kaum einem anderen Land lassen sich Nachhaltigkeit und Genuss so mühelos miteinander verbinden. Ein Fahrradweg entlang des Fjords, ein Nachmittag am Strand, ein Kaffee mit Zimtschnecke in einem kleinen Café – das ist es, was Hygge im Kern bedeutet. Und genau diese Gelassenheit lässt sich wunderbar mit einer nachhaltigen, entschleunigten Reiseweise verbinden. Also: God rejse!

Header © Daniel Villadsen