Am 10. Oktober wird wieder der Welttag der psychischen Gesundheit, international auch World Mental Health Day genannt, begangen. In diesem Jahr liegt der Fokus auf gelebten, gehörten Erfahrungen.  Am 10. Oktober wird wieder der Welttag der psychischen Gesundheit, international auch World Mental Health Day genannt, begangen. In diesem Jahr liegt der Fokus auf gelebten, gehörten Erfahrungen. 

Welttag der psychischen Gesundheit: Am 10. Oktober liegt der Fokus auf Mental Health

Am 10. Oktober wird wieder der Welttag der psychischen Gesundheit, international auch World Mental Health Day genannt, begangen. In diesem Jahr liegt der Fokus auf gelebten, gehörten Erfahrungen. 

Der Welttag der psychischen Gesundheit wurde 1992 von der World Federation for Mental Health (WFMH) ins Leben gerufen. Ziel war es, die Aufmerksamkeit auf psychische Erkrankungen und mentale Gesundheit zu lenken. Im Mittelpunkt dieses ersten Aktionstages stand eine weltweit übertragene Fernsehsendung aus Tallahassee, in der Betroffene und ExpertInnen über das Thema sprachen. Ab 1994 wurde dann jeder World Mental Health Day, wie dieser Aktionstag international heißt, unter ein bestimmtes Motto gesetzt. 

2026 lautet das Motto „Lived Experiences Heard: Real Voices, Real Change“ – ganz im Zeichen einer authentischen Kommunikation und nachhaltiger Veränderungen zur Verbesserung der mentalen Gesundheit weltweit. 


Fakten zum Thema Psychische Gesundheit 

  • Weltweit leben rund 1,2 Milliarden Menschen mit einer psychischen Erkrankung. 
  • Die häufigsten Erkrankungen sind Angststörungen und Depressionen, wobei sich die Zahl von schweren Depressionen seit 1990 um rund 131 Prozent erhöht hat. Dies liegt aber sicherlich auch an der mittlerweile offenen Kommunikation bei diesem Thema. 
  • Vor allem bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen gibt es in den letzten Jahren einen starken Anstieg von psychischen Erkrankungen. 
  • Die wirtschaftlichen Kosten – vor allem aufgrund von Produktivitätsverlusten am Arbeitsplatz – betragen jährlich rund 1 Billion US-Dollar. 
  • In etwa 71 Prozent der von psychischen Erkrankungen Betroffenen erhalten aktuell keine Behandlung. 
  • Alle 43 Sekunden stirbt weltweit ein Mensch durch Suizid. Davon sind rund drei Viertel Männer. 

Aktionswochen im deutschsprachigen Raum 

International nutzen viele Länder und Organisationen die Gelegenheit, um Aufmerksamkeit für das Thema mentale Gesundheit sowie ihre Therapie- und Hilfsangebote zu schaffen. In Deutschland organisiert das Aktionsbündnis Seelische Gesundheit – das dieses Jahr 20-jähriges Jubiläum feiert – auch 2026 wieder eine Woche der Seelischen Gesundheit von 10. bis 20. Oktober. Der Auftakt zur Veranstaltungsreihe findet am 09. Oktober im Hotel Aquino in Berlin statt. 

Das Global Mental Health Action Network launcht unter dem Titel #MHForAll eine Webinar-Serie. Das Webinar zum Aktionstag findet am 09. Oktober ab 14.00 Uhr mitteleuropäischer Zeit statt. 

Der österreichische Verein pro mente austria, der dieses Jahr ebenfalls ein Jubiläum feiert, nämlich das 50-jährige Bestehen, veranstaltet in Form seiner Bundesland-Unterorganisationen ebenfalls jedes Jahr eine Aktionswoche mit Weiterbildungen, Veranstaltungen und Events. So präsentiert pro mente Salzburg z. B. einen Konzertabend “Rock for Mental Health” im Living Room Salzburg. 


Schaffe Aufmerksamkeit für mentale Gesundheit 

Nutze diesen internationalen Aktionstag, um deine Patientinnen und Patienten über Themen rund um mentale Gesundheit, psychische Erkrankungen und die Behandlungsmöglichkeiten sowie um Prävention zu informieren. Du kannst die Gelegenheit auch verwenden, um auf dein persönliches Fachgebiet hinzuweisen. Hier ein paar Inspirationen und Ideen, wie du den Welttag für psychische Gesundheit für Content und Information nutzen kannst: 

Content und Social Media

  • Kurze Video- oder Textbeiträge zu einem Fachthema (z. B. „5 Anzeichen für Burnout“, „Was ist eigentlich eine Trauma-Therapie?“) auf Instagram, LinkedIn oder der eigenen Website
  • Eine Serie von Mythos-vs.-Fakten-Posts zu psychischen Erkrankungen im eigenen Schwerpunktbereich
  • Ein kurzer „Tag im Leben einer Therapeutin/eines Therapeuten“-Einblick, um Berührungsängste abzubauen

Veranstaltungen für PatientInnen und Öffentlichkeit

  • Offener Vortrag oder Workshop in der Praxis oder online zu einem Spezialgebiet (z. B. Angststörungen, Paartherapie, Essstörungen)
  • Kostenlose kurze Erstgespräche oder Info-Sprechstunden an diesem Tag anbieten
  • Kleine Gesprächsrunde/“Café psychologique“ zum offenen Austausch ohne Anmeldedruck

Materialien für die Praxis

  • Info-Flyer oder kleine Broschüre zum eigenen Fachthema im Wartezimmer auslegen
  • Ein „Selbstfürsorge-Kit“ oder Übungsblatt zum Mitnehmen gestalten (z. B. Achtsamkeitsübung, Journaling-Impulse)
  • Poster mit Fakten zu psychischer Gesundheit und Kontaktstellen für Krisensituationen aufhängen

Kooperationen und Reichweite

  • Zusammenarbeit mit lokalen Institutionen (Schulen, Unternehmen, Gemeinden) für einen Infostand oder kurzen Impulsvortrag
  • Gastbeitrag oder Interview bei einem lokalen Medium, Podcast oder Newsletter zum eigenen Spezialgebiet
  • Vernetzung mit anderen Fachpersonen für eine gemeinsame Themenwoche mit unterschiedlichen Schwerpunkten

Für bestehende PatientInnen

  • Ein persönlicher Newsletter oder eine E-Mail mit einer kleinen Reflexionsübung oder Leseempfehlung zum Fachthema
  • In der Sitzung selbst Raum geben, um über den Tag zu sprechen – manche PatientInnen fühlen sich dadurch bestärkt, dass ihr Thema „gesellschaftlich sichtbar“ wird

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