Das hashtagPRAXIS-Logo und ein Mikrofon verweisen auf den hashtagPRAXIS Podcast, der hier anhand von gesammelten Antworten der GesprächspartnerInnen näher vorgestellt wird. Das hashtagPRAXIS-Logo und ein Mikrofon verweisen auf den hashtagPRAXIS Podcast, der hier anhand von gesammelten Antworten der GesprächspartnerInnen näher vorgestellt wird.

Der hashtagPRAXIS Podcast: Der Schlüsselmoment – wenn es zwischen dir und deiner Berufung Klick macht

Wir haben Therapeutinnen und Therapeuten in unserem hashtagPRAXIS Podcast nach ihrem ganz persönlichen Schlüsselmoment auf ihrem therapeutischen Karriereweg gefragt. 

In unserem hashtagPRAXIS Podcast – hosted by appointmed – laden wir regelmäßig Therapeutinnen und Therapeuten aus unterschiedlichen Fachrichtungen zum Talk ein und sprechen mit ihnen über ihren Weg in die Selbstständigkeit sowie hilfreiche Themen für deinen Praxisalltag. Hören kannst du unseren Podcast auf: 

Manchmal da macht es einfach Klick: eine Begegnung, ein Vortrag, ein motivierender Ted-Talk vom besten Freund oder auch die Summe kleiner Momente – und es ist klar, wohin die berufliche Reise gehen soll. Sei es der Therapieberuf an sich oder der Schritt in die Selbstständigkeit – wenn der Wink des Universums oder des eigenen Bauchgefühls kommt, dann weiß man: „Es ist Zeit für meine Berufung.“ Wir haben einige dieser wegweisenden Momente unserer Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner zur Frage nach dem persönlichen Schlüsselmoment gesammelt. Lass dich inspirieren!


JÜRGEN MAUREDER | Physiotherapeut 

Ich habe zu dem Zeitpunkt in Australien gelebt und hatte eine Schulterverletzung. Ich wusste, dass ich Hilfe benötige, kannte mich aber noch gar nicht in dem Bereich aus. Mir wurde empfohlen, zur Physiotherapie zu gehen und ich habe einige Einheiten in Anspruch genommen. Ich wusste gleich: Das ist es! Zum einen, weil es sympathische Menschen waren, die selbst aus dem Sportbereich kamen. Zum anderen, weil sie sich die Zeit genommen haben und auf meine Probleme eingegangen sind. Das hat mich von Anfang an begeistert und es war klar für mich, dass ich an diesem Fachbereich dranbleiben möchte.


ANDREA KASPER-FÜCHSL | Diätologin

Ich habe eine HLW mit Koch- und Ernährungsschwerpunkt besucht und hatte eine sehr gute Ernährungslehre-Lehrerin. Sie hat mich einfach begeistert. Dann war ich zu Gast bei meinem Onkel in Innsbruck und wir sind beim AMS vorbei spaziert. Es wurde Werbung für einen Test gemacht, bei dem man herausfinden konnte, für welchen Beruf man am besten geeignet ist. Mein Onkel meinte: „Da gehen wir rein, das machen wir.“ Bei dem Test ist herausgekommen, dass der Beruf der Diätologin zu mir und meinen Qualifikationen passen würde. Das habe ich mir daraufhin näher angeschaut und bin prompt bei der Ausbildung dafür aufgenommen worden.


FLORIAN REITER | Physiotherapeut 

Eine Kollegin aus dem Krankenhaus, die nebenbei in einer Praxisgemeinschaft arbeitete, brachte mich auf die Idee (Anm.: in die Selbstständigkeit zu gehen). Ich war kurz davor, Vater zu werden, also war es eine große Entscheidung, die fixe Anstellung aufzugeben. Doch es fühlte sich gut an, weil ich nicht ins Ungewisse springen musste.

Ich konnte in einer etablierten Praxisgemeinschaft mit zehn TherapeutInnen starten. Dort gab es eine Büroorganisation, Praxisräume und bestehende PatientInnen. Gleichzeitig blieb ich noch ein, zwei Tage die Woche im Altenheim tätig – das reduzierte das Risiko. Ich konnte flexibel entscheiden, wie viele PatientInnen ich betreue. Zudem hatten wir regelmäßige Team-Meetings und einen tollen Austausch. Das war von 2014 bis 2019 meine Basis, bis ich mich ganz auf den Sportbereich fokussierte.


ASTRID STEINDL | Zertifizierter Schlafcoach 

Ja, tatsächlich gab es zwei prägende Themen. Zum einen hatte mein Erstgeborener damals sehr starke Schlafschwierigkeiten – das war gerade in der Zeit, als ich mit meinem zweiten Kind schwanger war. Mein ältester Sohn war etwa eineinhalb Jahre alt, als die Probleme begonnen haben. Und als der Zweite dann auf die Welt kam, war es wirklich herausfordernd: Der Große war oft zwei bis drei Stunden in der Nacht wach, das Baby ebenfalls, und ich war mit der Situation oft auf mich allein gestellt. Das war sehr anstrengend – und so bin ich nach und nach in das Thema hineingekippt.

Ich habe begonnen, viel zu lesen, und ein guter Freund von mir, der damals Medizin studierte, meinte irgendwann nebenbei: „Da gibt’s ja schlafmedizinisch einige spannende Themen – schau dir das doch mal an.“ Er hat mir dann die erste Fachliteratur besorgt, und dabei habe ich gemerkt: Es gibt tatsächlich vieles, das wirklich weiterhelfen kann – aber das Wissen ist auf ganz viele verschiedene Bereiche verteilt. So bin ich tiefer hineingewachsen, zunächst aus eigenem Bedarf heraus. Es hat dann aber noch eine Weile gedauert, bis ich das Ganze auch wirklich professionell gemacht habe.


ENTONI KUPE | Personal-Trainer und Physiotherapeut 

Ich war 19, direkt nach dem Zivildienst. Das war schon sehr früh, aber genau das war das Glück an der Geschichte. Ich habe anschließend studiert, weil ich dachte, dass man mit Personal Training vielleicht nicht genug Geld verdienen kann. Mit den Jahren wurde aber immer klarer, dass ich diesen Weg wirklich gehen will. Gleichzeitig hatte ich das Gefühl, dass ich noch etwas brauche, eine Kompetenz, die mehr Probleme lösen kann, da Personal-Training für mich in manchen Bereichen begrenzt war.

Ich hatte oft das Gefühl, nicht die richtige Ansprechperson zu sein, wenn Leute Schmerzen oder bestimmte Probleme hatten. Deshalb war ich auf der Suche und dachte zunächst an ein Medizinstudium. Zum Glück habe ich schnell erkannt, dass das für mich ein zu langer Weg wäre. Dann bin ich durch ein eigenes Hüftproblem auf die Physiotherapie gestoßen. Das fühlte sich von Anfang an richtig an. Ich habe auf mein Bauchgefühl gehört, mich dreimal beworben und 2018 schließlich mit dem Studium begonnen.


ANGELA LAIMER | Psychotherapeutin 

Menschen standen für mich immer schon im Vordergrund – damals in meinen beruflichen Tätigkeiten genauso wie heute in der Psychotherapie. Ich war immer ein Teamplayer, und später als Führungskraft war es mir besonders wichtig, dass wir im Team menschlich miteinander umgehen. Das hat mich schon damals in diese Richtung gebracht. Ich war immer jemand, der gerne unterstützt und begleitet, ohne etwas vorzuschreiben oder belehrend zu sein, sondern wirklich unterstützend und wertschätzend dem Menschen gegenüber.

In der Ausbildung ging es dann um psychische Erkrankungen. Da habe ich mir gedacht: In meinem Umfeld fallen mir sicher zwei, drei Personen ein, die in die eine oder andere Richtung betroffen sein könnten. Und als Coach kann und darf ich ihnen in solchen Fällen nicht mehr weiterhelfen. Das war für mich der ausschlaggebende Moment: Das mache ich jetzt – und das ziehe ich durch.

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